Klarheit schaffen – mit Organspendeausweis

Mit einem Organspendeausweis schaffen Sie Klarheit und ersparen Ihren Angehörigen eventuelle offenen Fragen und Belastungen, sollte sich einmal eine entsprechende Situation ergeben. Damit Ihre nächsten Angehörigen Ihren persönlichen Wunsch in Bezug auf die Organspende kennen, ist es außerdem wichtig, dass Sie mit ihnen darüber sprechen.

Gemäß dem Transplantationsgesetz ist die Entnahme von Organen bzw. Gewebe genau festgelegt und kann nur durch eine vorhandene Erklärung des Verstorbenen oder eine ihm nahestehende Personen entschieden werden. Sie kann auch auf bestimmte Organe beschränkt werden bzw. es können bestimmte Organe von der Transplantation ausgeschlossen werden.

Eine Entnahme ist erst dann möglich, wenn nachweislich der Hirntod eingetreten ist.

Wichtig zu wissen: Der Wille des Verstorbenen ist maßgebend.

Sollte keine schriftliche Erklärung bzw. kein eindeutiges Nein zur Organentnahme vorliegen, kann die Entscheidung von den nächsten Angehörigen getroffen werden. Auf jeden Fall muss zur Entnahme von Organen eine ausdrückliche Zustimmung vorliegen.

Aufbewahrung:

Wie für sämtliche Verfügungen und Vollmachten ist es ratsam, die nächsten Angehörigen bzw. eine Vertrauensperson über Ihren Willen zu informieren und den Aufbewahrungsort des Ausweises so zu wählen, dass im Notfall auf alle Dokumente zugegriffen werden kann.

Hinweis für das Ausland:

In einigen europäischen Ländern und weiteren Staaten gilt die Organspende ohne jede schriftliche Verfügung als gewünscht. Sollte das nicht Ihrem Willen entsprechen, so ist es absolut notwendig – vor allem bei längeren Auslandsaufenthalten –, ein entsprechendes Schriftstück bei den Ausweispapieren mitzuführen, das die Ablehnung einer Organspende deutlich zum Ausdruck bringt.

Weitere Informationen rund um die Organspende sowie einen Vordruck für den Organspendeausweis finden Sie auf der folgenden Website vom Bundesministerium für Gesundheit:

 

Organspende - BMG